Fernwärme-Thermografie für die Instandhaltung von Wärmenetzen
Eine Fernwärme-Thermografie unterstützt Betreiber dabei, auffällige Netzabschnitte zu erkennen und weitere Untersuchungen gezielt vorzubereiten. Wärmebilder können unter geeigneten Bedingungen Hinweise auf erhöhte Wärmeabgabe und mögliche Veränderungen entlang einer Leitungstrasse liefern.
DroneTech Solution dokumentiert geeignete Nah- und Fernwärmenetze mit einer Wärmebilddrohne. Sie erhalten zugeordnete Aufnahmen und eine abgestimmte Dokumentation als Grundlage für Netzbetrieb, Instandhaltung und weitere Fachkontrollen.
Veränderungen nachvollziehen
Wiederkehrende Aufnahmen ermöglichen Zustandsvergleiche, wenn Betriebs- und Aufnahmebedingungen ausreichend vergleichbar sind.
Kontrollen gezielt vorbereiten
Die Ergebnisse ergänzen Informationen aus dem Netzbetrieb und unterstützen die Auswahl von Bereichen für zusätzliche Untersuchungen.
Auffälligkeiten zuordnen
Wärmebilder und vorhandene Netzunterlagen helfen, auffällige Bereiche räumlich einzugrenzen und für die weitere Bearbeitung zu dokumentieren.
Trassen zusammenhängend erfassen
Geeignete Leitungsabschnitte werden aus der Luft aufgenommen. Dadurch lassen sich einzelne Beobachtungen im Verlauf der Trasse betrachten.
Was bringt die Inspektion von Nah- und Fernwärmenetzen?
Eine Inspektion von Nah- und Fernwärmenetzen unterstützt Betreiber dabei, auffällige Leitungsabschnitte einzugrenzen und die Instandhaltung gezielter vorzubereiten. Gerade bei erdverlegten Leitungen sind Veränderungen an Rohrsystem und Wärmedämmung von außen nicht unmittelbar sichtbar. Die Fernwärme-Thermografie ergänzt bestehende Kontrollverfahren um eine räumliche Temperaturübersicht: Unter geeigneten Bedingungen lässt sich erkennen, wie sich die Wärmeabgabe entlang einer Trasse an der Oberfläche abzeichnet und wo Bereiche genauer untersucht werden sollten.
Das ist besonders hilfreich, wenn bereits Unregelmäßigkeiten im Netzbetrieb bekannt sind. Meldungen vorhandener Lecküberwachungssysteme oder auffällige Wasserverluste können Anlass sein, ausgewählte Trassenabschnitte zusätzlich thermografisch zu betrachten. Der Abgleich mit Leitungsplänen, Schachtpositionen und Betriebsinformationen hilft, Beobachtungen räumlich einzuordnen. Für diese ergänzende Aufnahme müssen die Leitungen zunächst nicht freigelegt werden. Die Ergebnisse können anschließend dazu beitragen, weitere Kontrollen und Untersuchungen auf begründete Verdachtsbereiche auszurichten.
Auch für die vorausschauende Instandhaltung liefert die Wärmenetzinspektion zusätzliche Informationen. Dabei wird die Wärmeverteilung immer im Zusammenhang mit Rohrsystem, Verlegetiefe und Umgebung betrachtet. Eine wärmere Fläche kann beispielsweise durch einen bekannten Schacht, einen anderen Oberflächenbelag oder eine benachbarte Wärmequelle erklärbar sein. Erst die fachliche Einordnung zeigt, welche Beobachtungen weiteren Prüfbedarf begründen. Die Thermografie unterstützt damit fundierte Entscheidungen über nächste Untersuchungsschritte und die Vorbereitung von Instandhaltungsmaßnahmen.
Wie ergänzt die Drohne bestehende Kontrollverfahren?
Zur Überwachung von Wärmenetzen gehören je nach Rohrsystem beispielsweise die Auswertung von Betriebsdaten und installierte Lecküberwachungssysteme. Ergänzend werden Bodenuntersuchungen und Wärmebildaufnahmen eingesetzt. Luftgestützte Thermografie ist auch mit bemannten Luftfahrzeugen möglich.
Die Drohne ermöglicht eine gezielte Aufnahme geeigneter Teilnetze, einzelner Trassen und betrieblicher Versorgungsleitungen. Sie kann zusätzliche Perspektiven auf Bereiche liefern, die bei einer bodennahen Aufnahme nur abschnittsweise überblickt werden.
Wir stimmen Untersuchungsziel, Trassenumfang und Aufnahmefenster mit dem Betreiber ab. Vorhandene Netzunterlagen und Angaben zum Betriebszustand fließen in die Vorbereitung ein. Weitere Informationen zum Verfahren finden Sie bei unserer Drohnenthermografie.
Welche Bereiche lassen sich untersuchen?

Erdverlegte Fernwärmetrassen
Bei erdverlegten Leitungen nimmt die Wärmebildkamera die Oberfläche über der Trasse auf. Wärme aus dem Rohrsystem kann sich durch Erdreich und Oberflächenaufbau auswirken und unter geeigneten Bedingungen ein erkennbares Temperaturmuster erzeugen.
Wir dokumentieren den vereinbarten Trassenabschnitt und ordnen auffällige Bereiche vorhandenen Netzunterlagen zu. Dabei sind beispielsweise bekannte Schächte, Übergänge zwischen Rohrsystemen und Änderungen der Verlegetiefe für die Einordnung hilfreich.
Auch der Wechsel zwischen Asphalt, Pflaster und Grünfläche beeinflusst das Temperaturbild. Solche Unterschiede werden berücksichtigt, damit eine abweichende Oberflächentemperatur nicht vorschnell als Leitungsschaden bewertet wird.
Nahwärmenetze und betriebliche Versorgungsleitungen
Eine Nahwärme-Thermografie kann für Quartiersversorgungen, kleinere Netze und geeignete Leitungen auf Betriebsstandorten eingesetzt werden. Der Umfang lässt sich auf eine Bestandsaufnahme oder bestimmte bekannte Problemabschnitte abstimmen.
Die Aufnahmen unterstützen beispielsweise die räumliche Ergänzung vorhandener Betriebsmeldungen. Ein auffälliger Abschnitt kann anhand von Wärmebild, Trassenplan und örtlichen Bezugspunkten für eine gezielte Nachprüfung dokumentiert werden.
Entscheidend ist ein ausreichender thermischer Kontrast. Bei niedrigen Netztemperaturen oder Temperaturen nahe der Umgebung kann die sichtbare Signatur zu schwach sein. Deshalb prüfen wir die Eignung anhand des jeweiligen Systems und Betriebszustands.


Oberirdische Leitungen und sichtbare Dämmungen
An oberirdischen Wärmeleitungen können zugängliche äußere Oberflächen, Dämmverkleidungen und geeignete Anschlussbereiche aufgenommen werden. Wärmebilder ergänzen die Sichtkontrolle und können auffällige Temperaturverteilungen entlang der Leitung zeigen.
Passende Sichtbilder helfen, diese Beobachtungen mit sichtbaren Übergängen, beschädigten Verkleidungen oder anderen Besonderheiten abzugleichen. Glänzende Metalloberflächen erfordern besondere Aufmerksamkeit, weil reflektierte Wärmestrahlung den Bildeindruck beeinflussen kann.
Die Ergebnisse unterstützen die Vorbereitung weiterer Kontrollen an ausgewählten Stellen. Sollen zusätzlich Halterungen, Rohrbrücken oder angrenzende Anlagenbereiche visuell erfasst werden, können wir die Aufnahmen mit einer Industrieinspektion verbinden.
Wiederkehrende Kontrollen und Nachuntersuchungen
Eine erste Untersuchung kann den Ausgangszustand ausgewählter Netzabschnitte dokumentieren. Spätere Aufnahmen ermöglichen einen erneuten Blick auf bekannte Auffälligkeiten oder zwischenzeitlich bearbeitete Bereiche.
Für einen sinnvollen Vergleich behalten wir möglichst dieselben Abschnittsbezeichnungen bei und berücksichtigen Betriebszustand, Wetter und Oberflächenverhältnisse. Unterschiedliche Aufnahmebedingungen können Temperaturmuster verändern, ohne dass sich der Leitungszustand entsprechend verändert hat.
Auch die Darstellung spielt eine Rolle: Eine andere Farbpalette oder Temperaturskalierung kann denselben Bereich deutlich auffälliger erscheinen lassen. Vergleiche beziehen deshalb die verfügbaren Messinformationen und Aufnahmebedingungen ein.

Wann sind aussagekräftige Wärmebildaufnahmen möglich?
Für eine aussagekräftige Fernwärme-Thermografie muss sich die Wärmeabgabe des Rohrsystems ausreichend an der darüberliegenden Oberfläche bemerkbar machen. Entscheidend sind deshalb neben der Außentemperatur auch die Betriebstemperaturen, der vorausgegangene Netzbetrieb, die Verlegetiefe und der Bodenaufbau. Eine tief liegende Leitung oder ein Netz mit niedrigen Temperaturen kann eine deutlich schwächere Signatur erzeugen. Ein kalter Untersuchungstag allein gewährleistet daher noch kein verwertbares Ergebnis.
Häufig eignen sich Nachtstunden oder frühe Morgenstunden, wenn die gespeicherte Sonnenwärme ausreichend abgeklungen ist. Asphalt, Beton, Pflaster und Grünflächen nehmen tagsüber unterschiedlich viel Energie auf und kühlen verschieden schnell ab. Diese Unterschiede können das Temperaturmuster einer Leitung überlagern. Der passende Aufnahmezeitpunkt richtet sich deshalb auch nach der vorherigen Sonneneinstrahlung und den Oberflächen entlang der Trasse.
Weitere Einflussgrößen sind Wind, Niederschlag, Bodenfeuchte und die freie Sicht auf den Untersuchungsbereich. Eine geschlossene Schneedecke kann die erkennbare Wärmesignatur unterdrücken; Bewuchs und Fahrzeuge verdecken Teile der Oberfläche. Günstig sind geeignete trockene, windarme Bedingungen bei passendem Netzbetrieb. Vor der Untersuchung werden diese Voraussetzungen mit den vorhandenen Trassen- und Betriebsinformationen abgeglichen, damit Zeitpunkt und Untersuchungsumfang zur konkreten Aufgabe passen.
Dokumentation und Ablauf der Fernwärme-Thermografie
Zu Beginn legen wir gemeinsam fest, welche Netzabschnitte untersucht werden und welche Ergebnisse Sie benötigen. Wir sichten vorhandene Unterlagen, stimmen Abschnittsbezeichnungen ab und planen ein geeignetes Aufnahmefenster. So bleibt bereits vor der Befliegung klar, wie sich die Ergebnisse später im Netz zuordnen lassen.
Während der Untersuchung erstellen wir die vereinbarten Wärmebilder und geeignete ergänzende Sichtaufnahmen. Auffällige Bereiche werden mit nachvollziehbaren Bildverweisen dokumentiert. Aufnahmezeitpunkt, verfügbare Betriebsinformationen und relevante Einschränkungen werden bei der Aufbereitung berücksichtigt.
Sie erhalten die vereinbarten Bilddateien und einen abgestimmten Bericht mit Abschnittszuordnung, kurzen Beobachtungen und Hinweisen zur weiteren Bearbeitung. Nach Vereinbarung ergänzen eine Übersichtskarte und eine Befundliste die Übergabe. Für die Weiterverwendung im GIS können beispielsweise CSV- oder GeoPackage-Daten mit abgestimmtem Lagebezug bereitgestellt werden.
IHR PROJEKT. UNSERE EXPERTISE.
Nah- und Fernwärmenetz untersuchen lassen
Sie möchten einen Trassenabschnitt kontrollieren, auffällige Bereiche eingrenzen oder eine wiederkehrende Zustandsaufnahme vorbereiten? Senden Sie uns den vorgesehenen Leitungsverlauf, die ungefähre Streckenlänge und vorhandene Angaben zum Netzbetrieb. Wir prüfen die geeignete Vorgehensweise und erstellen ein individuelles Angebot.

Fragen & Antworten
Häufige Fragen zur Nah- und Fernwärmeinspektion
Können mit Thermografie Leckagen gefunden werden?
Thermografie kann die Lecksuche unterstützen, indem auffällige Bereiche eingegrenzt werden. Ob tatsächlich eine Leckage vorliegt und wo sie genau sitzt, muss durch weitere Informationen und gegebenenfalls zusätzliche Untersuchungen bestätigt werden.
Sieht die Wärmebildkamera durch den Boden?
Die Kamera erfasst die sichtbare Oberfläche. Eine unterirdische Wärmeleitung kann dort unter geeigneten Bedingungen ein Temperaturmuster verursachen. Das Rohr selbst wird nicht unmittelbar durch den Boden hindurch abgebildet.
Kann das Wärmenetz während der Untersuchung weiterbetrieben werden?
Für die thermografische Aufnahme ist ein geeigneter Betriebszustand mit ausreichendem Temperaturkontrast wichtig. Ein Abschalten des Netzes ist für die reine Befliegung normalerweise nicht erforderlich.
Wie werden auffällige Stellen örtlich zugeordnet?
Wir verwenden die vereinbarte Datengrundlage und vorhandene Trassenunterlagen. Der Aufnahmeort der Kamera und die Bodenlage einer Auffälligkeit werden dabei unterschieden. Die benötigte Genauigkeit der Zuordnung wird vorab abgestimmt.
Können die Wärmeverluste in Kilowattstunden berechnet werden?
Eine Wärmebildaufnahme allein liefert keine belastbare jährliche Verlustmenge. Dafür sind zusätzliche Betriebs- und Anlagendaten sowie ein geeignetes Berechnungs- oder Messverfahren erforderlich.
